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FSC HOLZ IN SCHWEIZER TÜREN
 

Holz aus unklarer oder gar illegaler Herkunft ist künftig für Schweizer Türen tabu. Darauf hat sich der Verband Schweizerische Türenbranche (VST) in einem Abkommen mit den Umweltorganisationen WWF und Greenpeace geeinigt. Schrittweise wollen die Türenfabrikanten nur noch Holz mit dem FSC-Label oder gleichwertigen Gütesiegeln verwenden. Die Türenindustrie ist einer der grössten Verarbeiter von Tropenholz in der Schweiz (*).

Jedes Jahr fabrizieren die im Verband Schweizerische Türenbranche (VST) zusammengeschlossenen Firmen um die 400’000 Türen. Aus Gründen des Brandschutzes, der Ästhetik oder besonderer physikalischer Eigenschaften kommen dabei zu rund 60 Prozent tropische Hölzer zum Einsatz. Das erregte Kritik von Umweltorganisationen: Sie warfen den Türenherstellern vor, dem Raubbau an den Tropenwäldern Vorschub zu leisten und das Holz aus illegalen Quellen zu beziehen.
„Uns lässt das Schicksal der Tropenwälder nicht kalt“, beteuert VST-Präsident Roger Herzig. „Eine Lösung kann aber nur gemeinsam gefunden werden.“ Deshalb setzte sich der Verband mit den Umweltorganisationen WWF und Greenpeace an einen Tisch, unter Beizug der Stiftung Intercooperation und des Staatssekretariates für Wirtschaft (seco), das sich seit Jahren für den Handel mit Tropenholz aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern einsetzt. Resultat der Verhandlungen: Ein Abkommen, um gemeinsam Raubbau und Waldzerstörung zu stoppen, ohne den Handel einzuschränken.

Der Vertrag wurde heute unterzeichnet. Er legt fest, dass die Türenhersteller nur noch Holz verarbeiten, dessen Herkunft geklärt ist und das sicher aus legalen Quellen stammt. Schrittweise wollen die VST-Mitglieder ausschliesslich Holz mit dem FSC-Label oder gleichwertigen Gütesiegeln verwenden. FSC-Holz stammt aus Wäldern, die nach den Vorschriften des Forest Stewardship Council (FSC) umwelt- und sozialverträglich bewirtschaftet werden. Zusätzlich wollen die Hersteller Holzart und -herkunft klar deklarieren. Das seco begleitet die Umsetzung des Abkommens. Über die Fortschritte werden die Projektpartner regelmässig öffentlich informieren.

„Vereinbarungen wie diese sind dringend nötig“, betont Hans-Peter Fricker, Geschäftsleiter vom WWF Schweiz. „Der Raubbau an den Wäldern kann nur gestoppt werden, wenn die Nachfrage nach Holz aus nachhaltiger Nutzung steigt.“ Ein Abkommen dieser Art ist bisher in der Schweiz einmalig und hat darum Modellcharakter. „Jetzt müssen auch die anderen Holzverbraucher, insbesondere die Parkettindustrie, ihre Verantwortung wahrnehmen und auf Raubbau-Holz verzichten“, fordert Stefan Füglister, Kampagnenleiter bei Greenpeace. In der Parkettbranche wird ebenfalls viel Tropenholz verarbeitet.

(*)gemeinsame Pressemeldung von WWF, Greenpeace, VTS, SECO

Quelle: http://info.greenpeace.ch


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