Japankäfer und invasive Tiere + Pflanzen

Wichtige invasive Tierarten in der Schweiz: Erstelle einen Vortrag zu diesen Tieren gemäss Vorgabe Lehrkraft

  • Asiatische Hornisse seit 2017 in er Schweiz und bedroht Honigbienen sowie andere einheimische Insekten
  • Japankäfer richtet grosse Schäden in der Landwirtschaft und an Pflanzen an
  • Quaggamuschel: Besiedelt Schweizer Seen und Gewässer, verdrängt einheimische Arten und verstopft Wasserleitungen.
  • Asiatische Tigermücke: Kann gefährliche Krankheiten wie Dengue- oder Zika-Viren übertragen
  • Asiatischer Laubholzbockkäfer: Bedroht Bäume durch Frassschäden.
  • Rotwangen-Schmuckschildkröte & Amerikanischer Ochsenfrosch: Gelten als verbotene, ausgesetzte Exoten.
  • Marderhund, Nutria, Bisamratte: Säugetiere, die sich ausbreiten.

Evt. noch die invasiven Pflanzen dazu nehmen – scrollen!

Der Japankäfer ist ein ursprünglich aus Asien stammender Vertreter der Familie der Blatthornkäfer. Er ernährt sich von mehr als 300 Wirtspflanzen, darunter beispielsweise Obstgehölze, Gemüse, Ackerkulturen und holzige sowie krautige Zierpflanzen. Die Art gilt als invasiv (→ Verbreitung und Verschleppung)

Joseph Berger, Bugwood.org, CC BY 3.0 US https://creativecommons.org/licenses/by/3.0/us/deed.en, via Wikimedia Commons

www.srf.ch/news/schweiz/invasive-arten-exoten-bedrohen-das-hiesige-oekosystem-die-wichtigsten-antworten

Zu den prominentesten Problemarten zählen der Japankäfer, die Asiatische Hornisse, die Quaggamuschel und die Asiatische Tigermücke.

Wichtige invasive Tierarten in der Schweiz:

  • Asiatische Hornisse seit 2017 in er Schweiz und bedroht Honigbienen sowie andere einheimische Insekten
  • Japankäfer richtet grosse Schäden in der Landwirtschaft und an Pflanzen an
  • Quaggamuschel: Besiedelt Schweizer Seen und Gewässer, verdrängt einheimische Arten und verstopft Wasserleitungen.
  • Asiatische Tigermücke: Kann gefährliche Krankheiten wie Dengue- oder Zika-Viren übertragen
  • Asiatischer Laubholzbockkäfer: Bedroht Bäume durch Frassschäden.
  • Rotwangen-Schmuckschildkröte & Amerikanischer Ochsenfrosch: Gelten als verbotene, ausgesetzte Exoten.
  • Marderhund, Nutria, Bisamratte: Säugetiere, die sich ausbreiten.

Neben der nahezu weltweiten Verschleppung des Käfers durch Transporte von Pflanzen und Pflanzenprodukten können sich die Käfer bei günstigen Verhältnissen auch selbstständig verbreiten. Die natürliche Verbreitung der flugfähigen adulten Käfer liegt zwischen 3 und 24 km pro Jahr.

Der erste Befallsherd im Süd-Tessin wurde 2020 festgestellt, in der Folge kam es zu einer jährlichen Verzehnfachung der in Fallen aufgefundenen Individuen.[20] Nachdem man im Tessin die Zahl der Fallen von 28 (2021) auf 265 (2022) erhöhte und auch landesweit das Monitoring erweiterte, kam es außerhalb des Südtessins dann zunächst nur zu Einzelfunden.[20]

Obwohl sich der Japankäfer bisher nur im Westen der Lombardei, im Osten des Piemonts und in einem zentralen Gebiet des Aostatals etablieren konnte, nimmt man in der Schweiz an, dass eine Tilgung im Südtessin bereits nicht mehr möglich ist, daher ist man dort bereits 2021 zu einer Eindämmungsstrategie übergegangen. Als Teil dieser Strategie hat das schweizerische Bundesamt für Landwirtschaft daher 2022 in seiner Allgemeinverfügung zum Schutz gegen die Ausbreitung von Popillia japonica Newman im Kanton Tessin einige Gemeinden als „Befalls-“ und weitere Gemeinden als „Pufferzone“ deklariert, in denen jeweils besondere Gegenmaßnahmen getroffen werden müssen.

Das am 13. Juli 2021 nachgewiesene lebende Männchen aus einer Pheromon-Falle in der Nähe des Güterbahnhofs Basel sorgte aufgrund der Nähe zu Baden-Württemberg für deutliche Aufregung in der deutschen Presselandschaft.

2022 wurde in einer Falle im Schweizer Kanton Solothurn ebenfalls ein einzelner Käfer entdeckt. Trotz intensivierter Suche wurden anschließend keine weiteren Tiere gefunden.[20] Im Juli 2023 wurde in Kloten (Kanton Zürich) in einer Lockstofffalle der erste Freilandbefall auf der Alpennordseite entdeckt. Die Untersuchung von Wirtspflanzen auf Fraßspuren und Käfer in einem Umkreis von drei Kilometern ergab, dass dort eine kleine Population besteht.[20] Das Amt für Landwirtschaft und Natur (ALN) des Kantons Zürich hat ausgehend vom Fundort eine Zone mit einem Radius von zwei Kilometern als Befallsherd deklariert sowie eine Zone mit einer Breite von fünf Kilometern, in der sich 24 Gemeinden befinden, als Pufferzone ausgewiesen und für beide Zonen Maßnahmen zur Tilgung verfügt.[20] Es wurden Fallen aufgestellt und – entgegen der bisherigen Schweizer Strategie – ein Insektizid ausgebracht. In den Gebieten mit den meisten Käfersichtungen wurden bis Ende Juli 2023 auf öffentlichen Grünflächen und in privaten Gärten Wirtspflanzen des Käfers wie Rosen, Obstbäume und Beerensträucher einmalig mit einem Insektizid behandelt und ein Bewässerungsverbot für Rasen- und Grünflächen erteilt. Zusätzlich wurde verfügt, dass Grüngut, Kompost, Pflanzen mit Wurzeln in Erde oder organischem Substrat und Bodenmaterial nicht mehr aus der Befallszone verbracht werden dürften.

Im Juli 2023 wurden auch im Oberwallis Japankäfer entdeckt: Die Eidgenössische Forschungsanstalt WSL führt aus, dass man davon ausgehe, „dass sich der Japankäfer in der gesamten Schweiz ansiedeln könnte – zumindest in den Tallagen bis 900 m ü. M.“[20] Seit dem Fallenfang in Basel im Jahr 2021 stehen die Behörden der Schweiz, Frankreichs und Deutschlands in regelmäßigem Kontakt, um das grenznahe Geschehen zu überwachen. Schweizer Forscher sind außerdem an Bekämpfungsmaßnahmen und Forschungsprojekten in der Lombardei und im Piemont beteiligt.

Nach dem Fund von mehreren Käfern Ende Juni 2024 hatte der Kanton Baselland die bekannten Maßnahmen zur Bekämpfung eingeleitet; Basel-Stadt bereitete ebenfalls eine Verfügung vor – betroffen ist auch ein Trainingsfeld des FC Basel, das nach der Abdeckung mit einer Folie zur Verhinderung des Ausflugs der Käfer bis auf Weiteres nicht bespielbar ist: Insgesamt wurden in der Nähe der Merian-Gärten und im Bereich der Sportplätze in Münchenstein 38 Japankäfer gefunden – fast alle befanden sich in aufgestellten Lockfallen.[25] Nach neuen Funden auf Schweizer Seite Mitte Juli weitete die Basler Stadtgärtnerei die Befallsherd-Zone mit strengen Vorgaben auf gut ein Drittel des Kantonsgebiets aus: Grossbasel-Ost sowie Teile Kleinbasels sowie der Gemeinden Riehen und Birsfelden; im benachbarten deutschen Landkreis Lörrach wurde die bereits bestehende Pufferzone ausgeweitet.

Neue Befallsherde gab es im Sommer 2025 in den Kantonen Genf, Waadt, Solothurn und Luzern.[27] Zudem wurden Kanton Bern im August 2025 in Spiez und in der Stadt Bern einzelne Käfer entdeckt, wobei sich in Spiez bereits eine kleine Population etabliert hat.

Bei allen Fundorten auf der Alpennordseite ist das Ziel des Bundes nach wie vor, den Japankäfer zu tilgen.

Alles mlesen zum Japankäfer wikipedia.org