

Uefa kritisiert Begnadigung von US-Star Folarin Balogun nach einer Roten Karte! Die Uefa sieht mit dieser Entscheidung einen gefährlichen Präzedenzfall und sieht die Integrität des Wettbewerbs gefährdet.
https://de.wikipedia.org/wiki/Rote_Karte – https://de.wikipedia.org/wiki/Donald_Trump
Fussball hat Regeln! Regeln gelten für alle?
Ein fairer Wettbewerb ist nur möglich wenn die Regel für alle gelten! Regeln sind interpretationsbedürtig. In diesem Fall aber auf keinen Fall.
Uefa kritisiert Fifa
Die Uefa ist mit dieser Fifa Entscheidung nicht einverstanden: «Wenn die Rechtssicherheit nicht mehr gewährleistet ist, steht die Integrität des Spiels auf dem Spiel und die Glaubwürdigkeit des Wettbewerbs wird untergraben.» Es ist ein Präzedenzfall in laufenden Turnier! Man müsste nun in gleichen Situationen gleich handeln. Wikipedia Präzedenzfall
Ein Präzedenzfall (oder auch Präjudiz) beschreibt einen juristischen Fall, dessen Entscheidung sich zum Maßstab anderer Fälle entwickelt hat.
Dieses Fallrecht hat eine hohe Bedeutung im anglo-amerikanischen Common Law. Die dortige Rechtsprechung basiert unter anderem auf der Bindung an frühere Gerichtsentscheidungen (Stare decisis). Die gerichtliche Entscheidung wird selbst Teil des Rechtssystems und ist Grundlage für weitere Urteile. Binding precedents binden vor allem rangniedrigere Gerichte (Bindungswirkung).
Gutes Protokoll zum Skandal auf https://www.20min.ch
FIFA
Die Fédération Internationale de Football Association, kurz FIFA oder Fifa, ist der Weltfußballverband. Sie ist ein privater Verein nach Schweizer Recht mit Sitz in Zürich und im Handelsregister eingetragen. Ihr Zweck ist „die Kontrolle des Association Football in all seinen Formen“. Präsident ist seit 2016 Gianni Infantino.
Das FIFA-Budget in Milliardenhöhe ist auf die Vierjahresertragsperioden der von ihr organisierten Männer-Fußball-WM ausgerichtet. Darüber hinaus organisiert sie auch die Frauen-Fußball-WM und zahlreiche weitere Turniere.
Die FIFA stand wiederholt in der Kritik.
Berichte von Investigativ-Journalisten brachten die FIFA-Führung mit Korruption, Bestechung und Wahlmanipulation in Verbindung. Strafverfolgungsbehörden in der Schweiz und den Vereinigten Staaten ermitteln strafrechtlich gegen ehemalige und aktuelle hohe Funktionäre. Die Vergabe der Weltmeisterschaften 2018 und 2022 an Russland bzw. Katar wurde in diesem Zusammenhang von Fußballfans kritisiert.
Politische Einflussnahme auf Schiedsrichterentscheidung
Der US-amerikanische Stürmer Folarin Balogun hatte im Sechzehntelfinale gegen Bosnien und Herzegowina eine Rote Karte erhalten. Ein solcher Platzverweis führt den Regeln gemäß automatisch zu einer Sperre für das nächste Spiel, womit Balogun für das Achtelfinalspiel gegen Belgien am 6. Juli nicht spielberechtigt gewesen wäre. Am 5. Juli setzte die FIFA jedoch Baloguns Sperre gemäß Artikel 27 des Disziplinarkodex für ein Jahr zur Bewährung aus, ohne nähere Begründung.
Es handelte sich um den ersten Fall bei einer Weltmeisterschaft seit dem Finale 1962, dass gegen einen Spieler im nächsten Spiel nach seinem Platzverweis keine Sperre verhängt wurde.
Kurz darauf wurde bekannt, dass US-Präsident Trump kurz nach dem Sieg der USA gegen Bosnien und Herzegowina sich telefonisch bei FIFA-Präsident Infantino für eine Überprüfung der Sperre ausgesprochen habe. Laut Berichten des Guardian soll Trump drei Mal vorstellig geworden sein. Trump bestätigte gegenüber Medien, er habe Infantino wegen der Roten Karte „lediglich um eine Überprüfung gebeten“, weil er nicht glaube, dass es ein Foul war. Zudem brachte Trump in seinen Aussagen den Schiedsrichter Raphael Claus mit angeblichen Spielmanipulationen in Verbindung.
Die FAZ schrieb, dass „schon der Anschein einer solchen Einflussnahme“ „der größte anzunehmende Unfall, der GAU“ sei. „Er untergräbt die Integrität des Spiels. Es ist der Anfang vom Ende.“ Infantino riskiere die Autonomie des Sports, und die Fußballverbände müssten gegen „die schamlose Dreistigkeit in diesem Fall“ Sturm laufen. Auch die Nationaltrainer Tuchel (England), Solbakken (Norwegen) und der designierte Bundestrainer Klopp äußerten sich kritisch.